Professur Kulturtheorie und kulturwissenschaftliche Methoden
Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza
Die Verbindung von textwissenschaftlichen mit kultur- und sozialtheoretischen Fragestellungen steht im Zentrum der Forschungsvorhaben, die im Arbeitsbereich der neuen Professur für Kulturtheorie durchgeführt werden.
Einer Verengung des Literaturbegriffs auf selbstgenügsame sprachliche Kunstwerke soll damit ebenso konsequent entgegengearbeitet werden wie der isolierten Verhandlung einer „Kultur“, deren Reservat von dem der „Gesellschaft“ je schon zu trennen sei.
Stattdessen gilt die Aufmerksamkeit den wechselseitigen Implikationen. Literatur, so die Grundprämisse der Forschungsarbeit, ist eine Form der gesellschaftlichen Selbstbeobachtung und Selbstbeschreibung unter anderen – mit gleichwohl besonderen medialen Voraussetzungen, semiotischen Bedingungen und ästhetischen Spielräumen –, während umgekehrt Gesellschaft auf ästhetische Regime und zeichenhafte Verständigungen angewiesen bleibt. Ohne Praktiken kultureller Semiosis – zu denen auch die Literatur zählt, indem sie sich als Vermittlungsinstanz und Fiktionsressource anbietet – kann sich kein soziales Gebilde begründen und verkehrsfähig halten.
Kontakt
Tel. 07531 88-2426
E-Mail ethel.matala[at]uni-konstanz.de
Raum H 128
Universität Konstanz