Universität Konstanz Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Konfliktgeneratoren

Leiter

N.N.

Doktoranden

Inken Wiese
Dissertation „Transkulturelle Hierarchien in internationalen Interventionsmissionen: Arabisches Engagement in Afghanistan“ Abstract

Martin Zapfe
Dissertation „Sicherheitskultur, Strategieentwicklung und ‚Vernetzte Sicherheit‘ in der Bundesrepublik Deutschland und den USA“ Abstract

Assoziierte Mitglieder

Tobias Bunde
Dissertation „Varianzen liberaler Weltordnungspolitik – Der umstrittene Globalisierungsprozess der NATO“ Abstract

Steffen Eckhard
Dissertation „Strategic Management in Peace Operations. An Organizational Analysis of Post-conflict Police Reform in Afghanistan and Kosovo“ Abstract

Florian Roth
Dissertation „Risikoperzeptionen und Risikokommunikationsstrategien moderner Protektorate“ Abstract

Senior Fellow

Peter Schumann

Ehemalige

Dr. Timo Noetzel (Leiter)

Simone Schelk (assoziiertes Mitglied)
Dissertation „Bringt die Freiheit in Sicherheit! Wie die Vorstellungen von Sicherheit moderne Staaten und ihr Verhältnis zur Zivilgesellschaft verändern – die USA unter George W. Bush und Barack Obama“ Abstract

Forschungsprogramm „Westliche Demokratien und moderne Protektorate“

Die Nachwuchsgruppe ‚Konfliktgeneratoren“ geht dem Zusammenhang von Sicherheitskultur und sicherheitspolitischer Strategiefähigkeit von Staaten auf einem besonderen Gebiet „transkultureller Hierarchie“ nach. Sie untersucht den Umgang westlicher Demokratien mit modernen Protektoraten.

Gegenstand und Ziel des Forschungsprogramms

Die Bedeutung von Sicherheit als Ziel staatlichen Handelns wird von den Bevölkerungen unterschiedlicher Staaten unterschiedlich bewertet. Dies hat Auswirkungen auf die öffentliche Kommunikation über Sicherheit und damit auf die politischen Entscheidungsprozesse zur Ausgestaltung staatlicher Sicherheitspolitik.

Moderne Protektorate spielen in der Sicherheitsstrategie westlicher Demokratien eine immer wichtigere, aber ambivalente Rolle. Einerseits wollen westliche Demokratien mit modernen Protektoraten die eigene Bevölkerung schützen, andererseits findet dieser Schutz sowohl in den Protektoratsgebieten als auch in den intervenierenden Staaten nicht notwendigerweise Unterstützung. Auch für moderne Protektorate gilt damit, dass sie als Instrumente der Sicherheitspolitik unter demokratischen Vorzeichen kommunizierbar und institutionalisierbar gemacht werden müssen. Folglich kommt der kommunikativen Dimension, insbesondere dem framing, also der kommunikativen Rahmung, moderner Protektorate in den sicherheitspolitischen Diskussionen westlicher Demokratien eine besondere Bedeutung zu.

Zudem sind die Ausprägungen unterschiedlicher nationaler Sicherheitskulturen und entsprechender Kommunikationsstrategien wissenschaftlich noch weitgehend unerforscht ‒ ebenso die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Strategiefähigkeit westlicher Demokratien im Umgang mit modernen Protektoraten.

Es kann angenommen werden, dass es im internationalen Vergleich unterschiedlich große Diskrepanzen gibt zwischen dem, was die Sicherheitskultur eines Landes kommunizierbar und institutionalisierbar macht, und dem, was nach Meinung der Regierung und anderer policy-Akteure erforderlich wäre. Das hat Auswirkungen auf das Verhalten von Staaten in internationalen Organisationen und die Kohäsion von Bündnissen.

Die Forschungsgruppe „Konfliktgeneratoren“ hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Zusammenhang zu erforschen und entsprechende Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Über die Forschungsgruppe

Die Forschungsgruppe „Konfliktgeneratoren“ stellt sich vor. Download, PDF

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