Universität Konstanz Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Dr. Carola Dietze

Vita

Carola Dietze

1992-2005 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Sozialwissenschaften, Philosophie und Slawistik an den Universitäten St. Petersburg, Göttingen, Cambridge (Corpus Christi College) und Groningen

1999-2004 Doktorandin am Max-Planck-Institut für Geschichte und Stipendantin der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung

2005 Dr. Phil.,  Georg-August-Universität Göttingen

2005-2006 Justus-Liebig-Universität Gießen, Postdoktorandin im Graduiertenkolleg „Transnationale Medienereignisse von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“

2006-2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am German Historical Institute Washington D.C.

Seit 2010 Akademische Rätin an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Seit 2010 Stipendium des Kulturwissenschaftlichen Kollegs der Universität Konstanz

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere Geschichte politischer Gewalt
  • Mediengeschichte
  • Universitäts- und Intellektuellengeschichte
  • Geschichte der Emigration und Remigration
  • Historiographiegeschichte und Geschichtstheorie

Funktion innerhalb des Exzellenzclusters

Kollegiatin des Kulturwissenschaftlichen Kollegs (Oktober 2011-September 2012), Forschungsprojekt „Die Entstehung des Terrorismus in Europa und den USA im 19. Jahrhundert“
Abstract

Ausgewählte Publikationen

Nachgeholtes Leben. Helmuth Plessner 1892–1985 (Göttingen: Wallstein, 2006).

„Erziehung zur Wirklichkeit. Der Beitrag Helmuth Plessners zur intellektuellen Gründung der Bundesrepublik“, in: Alexander Gallus und Axel Schildt, eds., Rückblickend in die Zukunft. Politische Öffentlichkeit und intellektuelle Positionen in Deutschland um 1950 und um 1930 (Göttingen, Juni 2011).

„Kein Jud‘ und kein Goy. Konfligierende Selbst- und Fremdwahrnehmungen
eines assimilierten 'Halb-Juden' in Exil und Remigration: das Beispiel Helmuth Plessner“, in Irmela von der Lühe, Axel Schildt, Stefanie Schüler-Springorum, eds., Auch in Deutschland waren wir nicht mehr wirklich zu Hause. Jüdische Remigration nach 1945 (Göttingen, 2008), 224-246.

„Selbstvergewisserung im Exil. Autobiographische Dimensionen einer Meistererzählung: „Die verspätete Nation“ von Helmuth Plessner“, in Gerald Hartung und Kay Schiller, eds., Weltoffener Humanismus. Philosophie, Philologie und Geschichte in der deutsch-jüdischen Emigration (Bielefeld, 2006), 111-131.

„Der eigenen Wissenschaft treu bleiben. Helmuth Plessner im niederländischen Exil“, in Hartmut Lehmann und Otto Gerhard Oexle, eds., Nationalsozialismus in den Kulturwissenschaften, Vol. 2: Leitbegriffe, Deutungsmuster, Paradigmenkämpfe, Erfahrungen und Transformationen im Exil (Göttingen, 2004), 417-449.

„Terrorismus im 19. Jahrhundert: Politische Attentate, rechtliche Reaktionen, Polizeistrategien und öffentlicher Diskurs in Europa und den Vereinigten Staaten 1878-1901“, in Beatrice de Graaf und Karl Härter, eds., Polizei, politisches Verbrechen, Terrorismus und innere Sicherheit, Studien zur europäischen Rechtsgeschichte (Frankfurt am Main: Klostermann, im Erscheinen).

(mit F. B. Schenk) Traditionelle Herrscher in moderner Gefahr. Soldatisch-aristokratische Tugendhaftigkeit und das Konzept der Sicherheit im späten 19. Jahrhundert, Geschichte und Gesellschaft 35 (Fall 2009): 1–34.

„Von Kornblumen, Heringen und Drohbriefen. Ereignis und Medienereignis am Beispiel der Attentate auf Wilhelm I.“, in Friedrich Lenger und Ansgar Nünning, eds., Medienereignisse der Moderne (Darmstadt, 2008), 40-60.

„Apokalypsen der Moderne. John Gray: Black Mass. Apocalyptic Religion and the Death of Utopia (2007)“, in: Uffa Jensen, Habbo Knoch, Daniel Morat, Miriam Rürup, eds., Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen (Göttingen, Mai 2011).

Toward a History on Equal Terms: A Discussion of Provincializing Europe, History and Theory 47 (February 2008): 69-84.

Kontakt

Justus-Liebig-Universität Gießen, Historisches Institut NZ I

Tel. 0641 99-28162
E-Mail carola.dietze[at]geschichte.uni-giessen.de