Universität Konstanz Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Repräsentation und Erinnerung: die Rushdie-Affäre

Konstruktionen von Identität, Alterität und Hybridität

Nicole Falkenhayner

Publikation

Nicole Falkenhayner: The Other Rupture of 1989: The Rushdie Affair as the Inaugural Event of Representations of Post-secular Conflict. In: Global Society, 24, 1 (2010), S. 111-132. Volltext

Abstract

Die Arbeitshypothese des Dissertationsprojekts positioniert die Salman-Rushdie-Kontroverse als eines der Schlüsselereignisse in der öffentlichen Konstruktion eines transnationalen fundamentalistischen Islams im Sinne eines symbolischen „Anderen“ einer transnationalen westlichen Öffentlichkeit nach dem Zusammenbruch des Ostblocks in den späten 1980ern.

Dieser Hypothese folgend, untersucht das Projekt zwei zusammenhängende Forschungsfragen: Erstens soll in einer Analyse der westlichen Medienrepräsentationen untersucht werden, welche Narrationsweisen als ein Ausdruck der Inszenierung von Alterität und Identität zwischen dem „Westen“ und der „islamischen Welt“ zu beobachten sind. Dies schließt auch die Frage nach wissenschaftlichen Wissenskonstruktionen ein, die möglicherweise Mediendarstellungen mit vorstrukturieren.

Zweitens soll in der Analyse von postkolonialer Literatur und postkolonialer Theorie deren Stellung als Kritikinstanz die massenmediale Darstellung betreffend hinterfragt werden. Ziel der Untersuchung ist es, an einem prominenten Beispiel zu zeigen, wie verschiedene Bereiche der Wissensschaffung bei der symbolischen Konstruktion von Wirklichkeiten interagieren.

Veranstaltungen

Audio/Video

  • Verena Krebs

    17. April 2012

    „Nirgendwo Gott näher sein als hier“

    Die ARD-Sendung Weltreisen begleitet die Konstanzer Historikerin Verena Krebs und ihren Assistenten Philip Mayer auf ihrer kunsthistorischen Forschungsreise zu den berühmten Felsenkirchen im Norden Äthiopiens. Einblicke

Der Exzellenzcluster wird von der DFG gefördert.

Logo der DFG