Formen der Kriegsbeendigung in Konflikten mit Heiden und Häretikern
Abstract
Gegenwärtig ist zu beobachten, wie in der deutschsprachigen Mediävistik – nach einem jahrzehntelangen Schattendasein – die Beschäftigung mit Krieg als historischem Phänomen an Boden gewinnt. Hingegen spielt die Frage, wie mittelalterliche Kriege beendet wurden, nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Zwar gibt es viele ideengeschichtliche Arbeiten zum Friedensverständnis des Mittelalters, und auch das Fehdeverbot als Durchsetzung des inneren Friedens fand unzählige Bearbeiter; wenig Interesse wurde bislang jedoch dem Ende des großen Krieges, des sog. „namhaftigen Krieges“, entgegengebracht, der im Hochmittelalter eher transkultureller, im Spätmittelalter dann bisweilen auch schon transnationaler Natur war, und der von der Fehde zu unterscheiden ist.
Die Beilegung solcher Konflikte soll im Zentrum dieses Projektes stehen – und davon ausgehend das konkrete Friedenshandeln und die mit den jeweiligen Friedensschlüssen verbundenen Vorstellungen. Diesbezüglich besonders aufschlussreich sind wiederum Friedensvereinbarungen, die Kriegszüge gegen Heiden und Häretiker beendeten. Denn laut kirchlicher Normvorstellung war Frieden nur innerhalb der rechtgläubigen Christenheit möglich, Friedensverträge mit Angehörigen anderer Religionen oder religiösen Abweichlern somit ausgeschlossen. Trotzdem hat es solche Verträge die mittelalterlichen Jahrhunderte hindurch immer wieder gegeben. Daher sind Fragen nach der Funktion der Religionen und nach religiösen Differenzen als Schlüsselfragen zum Verständnis dieser Friedenskonzeptionen zu betrachten.
Veranstaltungen
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3. Februar 2012
Das Reale in der Psychoanalyse
Workshop des Graduiertenkollegs „Das Reale in der Kultur der Moderne“
Fr-Sa, 3.-4. Februar 2012
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7. Februar 2012
Bloggen, Twittern, Sharen in der Wissenschaft. Zeitverschwendung oder Chance?
Brown-Bag-Seminar
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8. Februar 2012
One in Many, Many in One
How Integration Emerged in the Discourse on Islam and Science
Prof. Leif Stenberg, Dr. Stefano Bigliardi (Lund University, Center for Middle Eastern Studies)
Kulturwissenschaftliches Kolloquium
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9. Februar 2012
„Das ist Amerika!“ Visuelle Repräsentationen der USA in der sowjetischen Presse während des Kalten Krieges
Dr. Isabelle de Keghel (Berlin)
Arbeitsgespräch des Kulturwissenschaftlichen Kollegs
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10. Februar 2012
Benjamin Disraeli: Romanwelten eines Politikers
Seminar im Rahmen der Dahrendorf-Gastprofessur
Patrick Bahners (Frankfurt M.), Matthias Oppermann (Potsdam)
Fr-Sa, 10.-11. Februar 2012
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13. Februar 2012
Basque Culture and Political Conflict
Basque Symposium Konstanz
Mon-Tue, 13-14 February 2012
Audio/Video
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12. Dezember 2011
Zarte Lyrik und die Herrschaft des Buches [Update]
Der Literaturwissenschaftler Albrecht Koschorke über „Dichtende Despoten“. Videobeitrag von zdf.kultur und 3sat Kulturzeit