Universität Konstanz Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“

Über den Exzellenzcluster

Der Exzellenzcluster „Kulturelle Grundlagen von Integration“ ist ein Verbund für kulturwissenschaftliche Forschung an der Universität Konstanz. Im Rahmen des Exzellenzwettbewerbs im Oktober 2006 eingerichtet, fördert die DFG den Cluster vorerst bis Oktober 2012. mehr lesen…

Aktuelles

  • Natalie Scholz

    2. Februar 2012

    Dr. Natalie Scholz (Amsterdam) ist neue Kollegiatin am Kulturwissenschaftlichen Kolleg

    Die Historikerin fragt vor dem Hintergrund des politischen Neubeginns in der frühen Bundesrepublik nach der symbolischen Verbindung von identitätstiftender Wohnungs(neu)einrichtung und politischer Ordnung.

  • 1. Februar 2012

    Was wäre wenn?

    Eine neue DFG-Forschergruppe untersucht die Bedeutung von kontrafaktischen Aussagen und Gedankenexperimenten als Erkenntnismethode. Vom Exzellenzcluster beteiligt sind Prof. Dr. Bernhard Kleeberg, PD Dr. Riccardo Nicolosi (Bonn, ehem. Kollegiat) und Julian Bauer (assoziert). Pressemitteilung

  • Benjamin Disraeli

    31. Januar 2012

    Romanwelten eines Politikers

    Patrick Bahners interpretiert mit Studierenden im Rahmen der Dahrendorf-Gastprofessur an der Universität Konstanz Benjamin Disraeli

  • 27. Januar 2012

    Vom Wert des Nichtwissens

    „Nichtwissen“ lautet das Jahrgangsthema des Kulturwissenschaftlichen Kollegs. PD Dr. Marcus Twellmann „Im Gespräch“ über das Noch-Nicht-Wissen, den Wert des Nichtwissens und die Grenzen der Wissenschaft

  • Willfried Spohn

    23. Januar 2012

    Prof. Dr. Willfried Spohn †

    Der Soziologe und ehemalige Fellow des Kulturwissenschaftlichen Kollegs Willfried Spohn ist am vergangenen Montag tödlich verunglückt.

Was erreichen?

Mit dem Cluster wird versucht, ein neues Modell geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung zu entwerfen. Die einzelnen Komponenten des Clusters sind so aufeinander abgestimmt, dass ruhiges, abgeschiedenes Forschen wieder möglich wird, aber auch lebhafte Diskussionsrunden, kontroverse Debatten und anregende Vorträge in großer Fülle zu erwarten sind. Wir haben Milieus intensiver gemeinsamer Arbeit geschaffen, ohne die Eigenarten individualisierten Forschens aus dem Blick zu verlieren. Großer Wert wird dabei auf den internationalen und gesamtgesellschaftlichen Rahmen gelegt, in welchem Konstanzer Thesen und Befunde erörtert und validiert werden.

Mehr zu den strukturellen Zielen

Warum dieses Thema?

Was die Gesamtgesellschaft erregt und die Wissenschaft umtreibt, muss nicht immer synchron laufen. So haben Forschungen zur kulturellen Dimension von Integration in Konstanz schon eine gewisse Tradition. Aber erst in jüngster Zeit ist „Kultur“ zu einem allerorten zu hörenden und zu lesenden Schlagwort mutiert, mit dem gerade auch gesellschaftliche Ordnungsprobleme aufgegriffen werden. Der Cluster meldet sich in diesen Debatten zu Wort, ohne jedoch wohlfeile Ratschläge zur besseren kulturellen Integration geben zu können. Als wissenschaftlicher Forschungsverbund ist er nicht der kurz- und mittelfristigen Lösung gesellschaftlicher Probleme verpflichtet, sondern ihrer angemessenen und d. h. auch stets angemessen komplexen Beobachtung und Beschreibung.

Mit Kultur bezeichnet der Cluster zunächst vor allem solche Schauplätze, an denen sich Prozesse von Integration wie von Desintegration überkreuzen und beobachten lassen. Aus empirischer Forschung heraus, die epochenübergreifend ansetzt und alle sozialen Ebenen in den Blick nimmt, soll der Kulturbegriff wieder an Prägnanz gewinnen und in eine neue Theoriebildung eingehen können. Kultur nicht als Vorrat an unhinterfragbaren Gemeinsamkeiten zu begreifen, sondern als Zone, in der Differenzen und Übergänge produziert werden, die Verwerfungen und Dysfunktionalitäten ebenso beinhalten wie Möglichkeiten gelingender Sinnstiftung, ist eine wichtige Ausgangshypothese unseres Forschens.

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Wie forschen?

Intellektuelle Milieus lassen sich nicht verordnen, sondern allenfalls klug befördern. Deshalb gibt es im Cluster auch keinen Fünfjahresplan und keine zentrale thematische Agenda, auf die alle Wissenschaftler verbindlich eingeschworen werden. Unsere Forschungsabläufe sind einem Prinzip der gebundenen Dezentralität verpflichtet – thematisch, methodisch und institutionell. Im Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz kann jeder Fellow auch einmal abtauchen. Koordiniertes Promovieren im Doktorandenkolleg und in Forschungsgruppen bietet Doktoranden eine anregende Umgebung, in der sie ihre eigene Kreativität entfalten sollen. Mitarbeiter in Projekten können jederzeit Arbeitsgespräche und Kolloquien abhalten, die ihre eigene Forschung voranbringen. Internationales Publizieren wird nachdrücklich gefördert.

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Veranstaltungen

Audio/Video

Der Exzellenzcluster wird von der DFG gefördert.

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